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Geschrieben von: Hannelore Beyer   

Holunder 15. April 1981 - 01. März 2012

Mit dem Deckhengst „Holunder“, im Besitz von Brita Zeiner, hat die Trakehnerzucht eine Pferdepersönlichkeit verloren. „Holli“, wie er liebevoll genannt wurde, starb am 1. März 2012 im 31. Lebensjahr.

HolunderGeboren wurde Holunder (von Polargeist, aus der Heublume) am 15. April 1981 im Gestüt Webelsgrund, dort auch aufgezogen und von der Familie Bähre zur Körung vorgestellt. Bei der Körung 1983 in Neumünster wurde er Siegerhengst. Der beeindruckende Dunkelbraune wurde bei der Hengstleistungsprüfung 1984 im Klosterhof Medingen in der Leistungsklasse I eingestuft mit hervorragenden Noten für Charakter, Temperament und Leistungsbereitschaft, legte also einen erstklassigen Leistungstest ab (2. Platz). Der statiöse Heublume-Sohn aus edelsten Blutlinien mit hohem Zuchtwert, von 1984 bis 1989 im Besitz des Trakehner-Verbandes, hatte keinen einfachen Start als Vatertier. Bedingt durch häufigen, oft jährlichen Wechsel der Deckstation erreichte er nicht die Bedeutung, die er auf Grund von Qualität und wertvoller Abstammung verdient hätte. In einer Beurteilung durch Erhard Schulte heißt es: “Auch wenn dem Vererber eine strahlende Bilanz mit erfolgreichen Sportlern versagt blieb, so bleibt doch eines: Seine Kinder sind höchst angenehm im Umgang, zeichnen sich durch erstklassige innere Werte aus, sind immer leistungsbereit, vielseitig veranlagt und verfügen über eine ideale Arbeitseinstellung – Vererbermerkmale, die aus einem verkannten Hengst ein Vatertier mit Profil machen“.

Im Herbst 1994 bezog „Holunder“ die Beschälerbox im Trakehnergestüt von Brita Zeiner auf Burg Neuhaus oberhalb von Igersheim im Taubertal. Hier sorgte er für viele typvolle Fohlen nicht nur im Gestüt Zeiner. Eine Reihe seiner Nachkommen bewies erfolgreich Qualitäten im Sport. Auch als zuverlässige und treue Freizeitpferde fanden seine „Kinder'“ ihre Liebhaber.

Vielseitig und abwechslungsreich war das Leben von „Holunder“ auf Burg Neuhaus. Erst spät lernte „Holunder“ Turniere kennen. Mit Hilke Grodzinski war er im Dressurviereck erfolgreich bis Kl. M/A, hinterließ auch ein gutes Bild in S und St. Georg. Im Alter von 18 Jahren beendete er die sportliche Laufbahn. Das bedeutete aber keineswegs Ruhestand und Nichtstun für den aufgeweckten Hengst. Geländeritte, Reitstunden auch unter Kindern, Spaziergänge an der Hand, „Freizeit“ auf der Koppel gehörten zu seinem Pferdealltag. Seinen hervorragenden Charakter, seine Ausgeglichenheit und Zuverlässigkeit bewies er einige Jahre als Voltigierpferd für den Reiternachwuchs „Holli“ schien es zu genießen, wenn vier, fünf kleine Kinder um ihn herum wuselten, um sein Fell auf Hochglanz zu bringen. Mit Marisa Wiedemann, die sich viele Jahre um „Holunder“ liebevoll kümmerte, war er ehrgeiziges, zuverlässiges und unerschrockenes Streitross bei mittelalterlichen Ritterturnieren, nahm an Orientierungsritten teil und besuchte Mittelalter-Veranstaltungen.

Am 1. März 2012 ging das Leben von „Holunder“ von einem Tag auf den anderen sechs Wochen vor seinem 31. Geburtstag zu Ende. Ein Gedenkstein an seinem Lieblingsplatz unter dem alten Nußbaum soll an den besonderen Trakehnerhengst „Holunder“ erinnern. Hannelore Beyer / Bild: Oliver Huber

 
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Lustspiel "Das Reitkälbchen": 4 Pferde und 1 Kälbchen machen Theater

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